neolith #5 – Eine Online-Lesung zum Release

Zur Veröffentlichung eines Literaturmagazins gehört sie eigentlich dazu: die Lesung mit einzelnen Autorinnen und Autoren der neusten Ausgabe als öffentliches Ereignis, gemeinsame Feier der geleisteten Arbeit und Verkaufsstart. Eigentlich … denn, erklären muss man es sicherlich niemandem, aktuell funktioniert das nicht. Weder das Zusammensein, noch das Zusammenfeiern.

Eigentlich … denn durchaus trotzig in Ton und Haltung wollen wir dennoch nicht verzichten. Es kann und darf nicht alles stillstehen und ausfallen, gerade weil so vieles stillsteht und ausfällt.

Deswegen gibt es sie trotzdem und erst recht: die Release-Lesung zur Ausgabe neolith #5 zum Thema „Fortschritt“. Nur eben nun nicht live in einem der vielen Wuppertaler Kulturorte und mit direktem Publikumskontakt, sondern eben online als Video zum Streamen.

Und es gibt die Release-Lesung trotzdem, auch wenn wir uns durchaus unsicher waren und sind über unsere technischen Möglichkeiten der Aufnahme und Bearbeitung des Videos. Weil wir ja auch zu seiner Erstellung nicht mit den Autorinnen und Autoren zusammenkommen konnten, sondern nur auf ein Online-Meeting, nein – auf viele kleine Online-Meetings zurückgreifen mussten, ohne umfangreichen Test vorab und ohne die Chance auf umfassende Korrekturen und Nachdrehs im Anschluss.

Aber vielleicht passt dies – das Ergebnis ebenso wie der Prozess – sogar umso besser zum Thema und Anlass unserer neusten Ausgabe: Zu einem Fortschritt als einer ebenso unabgeschlossenen, sich um Entwicklung zum Besseren bemühenden Bewegung, oder auch zu Friedrich Engels, dessen 200. Geburtstag wir mit unserer Ausgabe würdigen. Denn bei aller Achtung für seine geschichtliche Bedeutung, sein Wirken und sein Werk ist nicht zugleich richtig, dass ein bloßes Feiern, ein perfektes Fest ihm und seiner konfrontativ-gegnerischer Haltung, seinem Widerstand und Widerstreben gegen die ‚herrschende‘, die anerkannte Ordnung kaum gerecht würde. Engels ist nicht leicht konsumierbar und integrierbar ist in eine Wohlfühl- und Konsenskultur der Bürgerlichkeit …

Und trotzdem oder gerade deswegen freuen wir uns, hier nun unser Release-Video mit euch teilen zu können:

  • als vielschichtiger Reigen literarischer Stimmen, die das Thema “Fortschritt“ von kritisch-skeptisch bis emphatisch-bejahend, lyrisch. prosaisch, dramatisch aufgreifen und variieren
  • als Beleg, wie viel doch geht, in diesen seltsamen Zeiten oder
  • natürlich als Einladung zum Erwerb unseres Heftes (für 3,00 €, gegebenenfalls plus Versandkosten, genaueres siehe HIER).

Zwölf Autorinnen und Autoren könnt ihr in unserem einstündigen Release-Video begegnen. Moderiert von Paulina Lau und bereichert durch Zitate von Friedrich Engels (dessen 200. Geburtstag mit unserer Ausgabe gewürdigt wird) lesen –  in dieser Reihenfolge: Anke Laufer, Sigune Schnabel, David Jacobs, Vera Vorneweg, Katharina Körting, Vinzenz Fengler, Harald Kappel, Thyra Thorn, Şafak Sarıçiçek, Tihomir Popović, Stefanie Maurer und Jens-Philipp Gründler.

Wir wünschen euch viel Vergnügen.

Die Video-Premiere fand statt am 09.01.2021, 17.00 Uhr über unseren (neuen) YouTube-Kanal

Danken möchte wir unserem Medienpartner blickfeld – die CampusZeitung für Wuppertal für die Unterstützung bei der Vorinformation und medialen Begleitung unserer Release-Lesung: Studentische Initiativen halten zusammen!

Da kommt was – eine Lesung zum Release von neolith #5

Stolz trommeln wir für das kommende Ereignis: Immer noch passend zum verlängerten Engels-Jubiläum präsentiert die neolith-Redaktion eine Online-Release-Lesung zur neusten Ausgabe … ab dem 09.01.2021, 17.00 Uhr dann in in ganzer (ein-stündiger) Länge anzusehen – in unserem neuen YouTube-Kanal – mit zwölf Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland. Als Vorgeschmack und Einladung hier schon mal ein Schnipsel.

danach / davor / dazwischen

Während die Redaktion schon intensiv an der neuen Ausgabe werkelt (die noch dieses Jahr erscheinen soll), wirkt die letzte Ausgabe immer noch nach. Unter dem Titel „dis/play“ im November 2019 erschienen, hatten wir zusammen mit der Studierenden-Gruppe „Fakultät 0“, die sich für die Förderung performativer Künste einsetzt, ein gemeinsames Konzept (dis/play – Bewegte Schrift) zur Literatur Biennale Wuppertal eingereicht, die unter dem Thema „Tier – Mensch – Maschine. Berührungen“ eigentlich im Mai diesen Jahres stattfinden sollte.

Lirum- Larum: die Literatur Biennale Wuppertal im Mai 2020 wurde abgesagt, gekürzt neu geplant für den November 2020, um dann kurzfristig Anfang November komplett ins Web verlagert zu werden.

Letzte Woche gab es sie nun endlich zu sehen: die Performance „dis/play – Bewegte Schrift“ der Fakultät 0 – anders als geplant „nur“ als Video im Stream und ohne Interaktion mit dem Publikum … als eine klaustrophobisch-kreiselnde Studie, bei der sich die in unserer Ausgabe #4 veröffentlichten Texte zu trocken-verlesenen Nachrichten verknappten.

Screenshot der Performance „Display – bewegte Schrift“ der Fakultät 0

Wir sind – als Redaktion und als Autorinnen und Autoren – durchaus irritiert gewesen über diese Reduktion von Literatur auf eine steten – maschinell aus dem Off kommenden – Wortstrom, der die eingesperrten, auf ihre bloße (tierische) Existenz reduzierten Menschen nur wenig berührt … aber Irritation und Erschrecken, das sind nun mal nicht die schlechtesten Wirkungen einer performativen Intervention … und das Thema der Biennale wurde offensichtlich getroffen.

Gelesen wurden Texte von folgenden Autorinnen und Autoren aus der 4. Ausgabe von neolith „dis/play“: blume, Sofie Steinfest, Marlies Blauth, Sigune Schnabel, Matthias Rürup, Steffen M. Diebold, Marny Münnich und Olaf Lenz.

neolith #4: Fehler möchten wir korrigieren

Cover von neolith #4

Gerade startet die Ausschreibung zu unserer neuen (fünften) Ausgabe in ihre finale Phase (Einsendeschluss: 31.07) … da sollten und möchten wir unsere Fehler bei der letzten Aufarbeiten.

Bei zwei Texten haben wir Zeilen leider nicht in die gedruckte Ausgabe übernommen – hiermit veröffentlichen wir ein Online-Korrekturblatt … und möchten die betroffene Autorin und den Autoren ausdrücklich für ihre Rückmeldung, ihre Nachsicht und letztlich auch (corona-bedingt) Geduld danken!

Viel Vergnügen – dennoch – mit den hier eingestellten Sonderseiten zum neolith-Magazin Nr. 4. Die gedruckte Ausgabe ist weiterhin erhältlich per Online-Bestellung oder im lokalen Buchhandel.

Korrekturseiten zur Ausgabe neolith #4 dis/play

 

Aufruf: Beiträge für neolith #5

Es ist soweit – wir sind wieder auf der Suche nach euren Beiträgen, und zwar für unsere nun schon fünfte Ausgabe!

Das Thema 2020 lautet „Fortschritt“ als Einladung zur Auseinandersetzung mit Zukunftsentwürfen einer guten Gesellschaft, wie sie auch Friedrich Engels vorlegte, dessen 200. Geburtstag Wuppertal in diesem Jahr zelebriert.

Unser Magazin ist offen für Texte jeder Art (Prosa / Lyrik / Essay / Experimentelles) – im Umfang von insgesamt maximal 12.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen). Einreichungen wünschen wir uns in einem offenen Format (doc / docx / rtf / odt) an: neolith@uni-wuppertal.de

Für das Magazin berücksichtigt werden nur Texte, die noch nicht gedruckt erschienen sind.

Neben Texten suchen wir außerdem künstlerische Beiträge (Illustrationen, Fotos etc.) – vorzugsweise von Studierenden der BUW. Für den Innenteil suchen wir S/W-Bildbeiträge im Hochformat, für das Cover – mit dem Recht der weiteren Bearbeitung – einen Beitrag in Farbe und Querformat. Einsendungen von künstlerischen Beiträgen erbitten wir als Download-Link.

Mit der Einreichung stimmt ihr einer Veröffentlichung eures Beitrages in der gedruckten und möglichen Online-Ausgabe unseres Magazins zu. Die Rechte an einer weiteren Verwendung eurer Beiträge bleiben bei euch.

Einsendeschluss für eure Beiträge: 31.07.2020

neolith #5: Es geht wieder los!

neolith, das Magazin für neue Literatur an der Bergischen Universität Wuppertal, legt wieder los: Auch wenn es in diesen seltsamen Zeiten schwer fällt, genau zu planen – im Herbst dieses Jahres soll unsere fünfte Ausgabe – als Beitrag zum Engelsjahr 2020 – erscheinen. 
Das Thema lautet „Fortschritt“ als Einladung zur nicht nur literarischen Auseinandersetzung mit Zukunftsentwürfen einer guten Gesellschaft, wie sie ja auch Friedrich Engels vorlegte, dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen.

Aber nicht nur neue Beiträge (Texte und Bilder) zum Thema sind gesucht: neolith möchte auch interessierte Studierende der Bergischen Universität dazu einladen, selbst Mitglied der Redaktion zu werden, aktiv mitzuplanen und mitzuentscheiden, wie die Ausgabe #5 aussehen wird.

Wenn du Interesse hast an Beratungen über Layout und Satz eines Literaturmagazins, an der Diskussion von Texten und Bildern, ob sie publiziert werden sollten, und an Kontakten zu Autorinnen und Autoren aus dem ganzen deutschsprachigen Raum – dann bist du bei uns richtig! Werde Teil unserer Redaktion; schau dir an, wer wir sind – bei unserem offenen Redaktionstreffen am 27. Mai, 19.00 Uhr via ZOOM.

Für weitere Informationen, ID und Passwort zum Meeting, oder auch Fragen, schreibe eine E-Mail an neolith@uni-wuppertal.de.

Jetzt erschienen: neolith #4 dis/play

Das ist sie – die vierte Ausgabe unseres Literaturmagazins. Wieder noch dicker als beim letzten Mal und mit noch mehr Autorinnen und Autoren von überall her, Österreich, Hamburg, Bielefeld und Berlin – aber auch aus unserem eigenen Haus, der Bergischen Universität Wuppertal. Beeindruckt waren wir schon im Sommer von der Fülle an Perspektiven auf das Thema dis/play, die uns  in den eingegangenen literarischen und künstlerischen Beiträgen gegenüber trat – und freuen uns nun euch diese Auswahl von Gedichte, Kurzgeschichten und Bildern über Smartphones, Games und soziale Medien, Schaufenster und  nicht zuletzt missglückte Spielereien vorlegen zu können. Und sind gespannt auf eure Kommentare!

Wie immer bekommt ihr neolith direkt bei uns (siehe Kontaktformular) oder an diversen lokalen Verkaufsstellen.

 

dis/play?

Uns ist natürlich bewusst, dass das Thema unserer neuen Ausgabe sperrig bis hermetisch ist: Was soll hier  – mit: dis/play – gemeint oder gesucht sein?
Etwas zu Bildschirmen (mit Sprung) und in diesem Sinne zu Smartphone-Sucht und negativen Aspekten sozialer Netzwerke? Oder etwas kritisches zu Schaufenstern, Ausstellungs- bzw. Werbeflächen – kurz: Oberflächlichkeit und Verführung? Oder etwas – sich vertiefend in die Wortbestandteile – zum Zerbrechen des Spielerischen, zum plötzlichen Wechsel von Spaß zu Ernst?
Unsere Antwort ist: genau – alles das … und alles was ihr auch noch entdeckt an irgendwie anschlussfähig-erweiternd-abweichenden Perspektiven.
Gerne wollen wir (als Redaktion) uns von euch und euren Texten überraschen und herausfordern lassen – um so gemeinsam ein Heft zu gestalten, das mehr und anders ist, als wir jemals gedacht hatten.
Lasst uns das Spiel beginnen: dis/play!
Unveröffentlichte Texte im Umfang von max. 12.000 Zeichen
Einsendungen in einem offenen Format
Einsendeschluss: 31.07.2019
Einsendungen an: neolith@uni-wuppertal.de

Release-Lesung zu neolith #2 Déjà-vu

Schon seit Dezember ist sie zu kaufen … aber im Januar erst   – nach all dem Trubel vom Jahreswechsel – wollen wir die Veröffentlichung der zweiten Ausgabe von neolith gebührend begehen: mit einer Lesung von ausgewählten Autorinnen und Autoren des Magazins.

Am 12.01.2018 ab 19.30 Uhr präsentieren also Jan Gedsudski, Falk Andreas Funke, Jens Harguth, Harald Kappel, Olaf Lenz, Marc Müller, Sigune Schnabel, Robin Smets, Gudrun Tossing und Ruth Velser ihre Texte aus neolith #2 … absurd-komische bis existentiell-ernste Gedichte und Geschichten voller Déjà-vus!

Mit unserer Lesung begeben wir uns diesmal außerdem hinunter vom Uni-Berg in die Stadt – in Café Ada, Wiesenstraße 6. Kommt Ihr mit?

„Punkt, Punkt, Punkt“ – Unsere Lesung als Film

Nun gibt es sie noch einmal in Ausschnitten nachzuerleben: Aus der neolith- Semesterauftaktlesung am 03.05.2017 hat das Podcast-Team der Bergischen Universität einen Film gemacht … mit ein paar Bildern und Textauszügen von uns und ein paar erklärenden Worten, wer wir sind und was wir wollen.

Nicht zu vergessen:  Unser „Ruf nach Texten“ für neolith- das Magazin #2 zum Thema „Déjà-vu“, den man dort ab Minute 1:27 anhören kann. Bis zum 31.07.2017 warten wir auf Eure literarischen Beiträge an die Emailadresse neolith@uni-wuppertal.de.

ZIM-Podcast-Video: „PUNKT, PUNKT, PUNKT“ vom 01.06.2017