Noah Hild über die neolith-Werkstatt

Wie würdest du den Satz „Schreiben ist für mich …“ beenden?

Schreiben ist für mich Lebenssinn und Lebensinhalt.

Mit welchen Erwartungen bist du damals in die neolith-Schreibwerkstatt gekommen? Haben sie sich erfüllt?

Ich wollte wissen, ob meine Texte auch bei Menschen funktionieren, die sich wissenschaftlich mit der Thematik auseinander setzen. Ferner war es mir ein Anliegen, meine eigenen Fähigkeiten zu schulen, wenn es darum geht, textkritisch mit den eigenen Schreibarbeiten zu verfahren, z.B. während Korrekturphasen. Ersteres erfüllte sich zum Teil, letzteres weitreichend. Mein Blick ist schärfer und geschulter geworden.

Was hat dir die Teilnahme für dein Schreiben gebracht?

Schreiben in Gruppen kann hilfreich sein, wenn es darum geht, eine gewisse Selbstsicherheit und Reflexionsfähigkeit zu gewinnen. Letztlich ist es aber genau so wichtig, dass man sich irgendwann von den Meinungen anderer löst und seinen eigenen Weg geht. Literatur ist etwas höchst subjektives und die Frage danach, was gute Literatur ausmacht letztlich nicht abschließend zu beantworten. Es ist daher umso wichtiger, hinter dem zu stehen, was man tut und sein eigenes Ding durchzuziehen, ganz gleich, was das Umfeld sagen mag.

Und zum Schluss das Kitzligste: Schreibst du noch?

Immer.

Rebekka Herrig über die neolith-Werkstatt

Rebekka Herrig ist Teilnehmerin der Werkstatt für neue Literatur an der Bergischen Universität gewesen. Wir haben sie dazu interviewt:

Wie würdest du den Satz „Schreiben ist für mich …“ beenden?

– … das Verarbeiten negativer Emotionen und Ausleben kreativer Gedankengänge.

Mit welchen Erwartungen bist du damals in die neolith-Schreibwerkstatt gekommen? Haben sie sich erfüllt?

– Ich habe damals ein Gedicht in dem ersten neolith-Magazin veröffentlicht und war neugierig darauf, andere schreibwütige Menschen kennen zu lernen, um mich mit ihnen darüber auszutauschen. Meine Erwartungen haben sich auf jeden Fall erfüllt, es war sehr interessant, mich mit den anderen Teilnehmern und ihren Gedanken, sowohl in Form von ihren Texten, als auch von Rückmeldungen zu meinen, auseinander zu setzen.

Außerdem war es sehr interessant, die verschiedenen Interpretationen der anderen zu meinen, manchmal doch sehr knapp gehaltenen, Gedichten zu hören, die mir dann wiederum Denkanstöße gegeben haben.

Was hat dir die Teilnahme für dein Schreiben gebracht?

– Ich habe zum ersten Mal einen kritischen Blick und eine ehrliche Rückmeldung zu meinen Texten bekommen. Das war eine sehr interessante Erfahrung, die ich nicht missen möchte!

Außerdem habe ich ein paar gute strukturelle und handwerkliche Tipps mit auf den Weg nehmen können.

Und zum Schluss das Kitzligste: Schreibst du noch?

– Zurzeit nicht oft. Im Moment widme ich mich anderen Hobbys, um negative Gefühle zu verarbeiten und meinen kreativen Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich bin aber davon überzeugt, dass wieder eine Phase kommen wird, in der ich mich mehr dem Schreiben widmen werde.

Literaturwerkstatt neolith

neolith ist ein nicht nur ein jährlich einmal erscheinendes Magazin, sondern auch eine Literaturwerkstatt an der Bergischen Universität Wuppertal.
Einmal wöchentlich treffen sich Studierende, Mitarbeiter und junge Autor*innen, um sich gegenseitig eigene Texte aller Genres vorzustellen. Die Texte werden vorgelesen und diskutiert.

Das erste Treffen im Wintersemester 2018/19 findet diesmal am Mittwoch, den 24.10.18 um 18.00 Uhr in Raum O-08.27 statt.

Wer selbst literarisch schreibt und seine Schublade öffnen möchte, ist herzlich willkommen.

An- und Nachfragen gerne über unsere E-Mail-Adresse: neolith@uni-wuppertal-de