Jetzt erschienen: neolith #4 dis/play

Das ist sie – die vierte Ausgabe unseres Literaturmagazins. Wieder noch dicker als beim letzten Mal und mit noch mehr Autorinnen und Autoren von überall her, Österreich, Hamburg, Bielefeld und Berlin – aber auch aus unserem eigenen Haus, der Bergischen Universität Wuppertal. Beeindruckt waren wir schon im Sommer von der Fülle an Perspektiven auf das Thema dis/play, die uns  in den eingegangenen literarischen und künstlerischen Beiträgen gegenüber trat – und freuen uns nun euch diese Auswahl von Gedichte, Kurzgeschichten und Bildern über Smartphones, Games und soziale Medien, Schaufenster und  nicht zuletzt missglückte Spielereien vorlegen zu können. Und sind gespannt auf eure Kommentare!

Wie immer bekommt ihr neolith direkt bei uns (siehe Kontaktformular) oder an diversen lokalen Verkaufsstellen.

 

Noah Hild über die neolith-Werkstatt

Wie würdest du den Satz „Schreiben ist für mich …“ beenden?

Schreiben ist für mich Lebenssinn und Lebensinhalt.

Mit welchen Erwartungen bist du damals in die neolith-Schreibwerkstatt gekommen? Haben sie sich erfüllt?

Ich wollte wissen, ob meine Texte auch bei Menschen funktionieren, die sich wissenschaftlich mit der Thematik auseinander setzen. Ferner war es mir ein Anliegen, meine eigenen Fähigkeiten zu schulen, wenn es darum geht, textkritisch mit den eigenen Schreibarbeiten zu verfahren, z.B. während Korrekturphasen. Ersteres erfüllte sich zum Teil, letzteres weitreichend. Mein Blick ist schärfer und geschulter geworden.

Was hat dir die Teilnahme für dein Schreiben gebracht?

Schreiben in Gruppen kann hilfreich sein, wenn es darum geht, eine gewisse Selbstsicherheit und Reflexionsfähigkeit zu gewinnen. Letztlich ist es aber genau so wichtig, dass man sich irgendwann von den Meinungen anderer löst und seinen eigenen Weg geht. Literatur ist etwas höchst subjektives und die Frage danach, was gute Literatur ausmacht letztlich nicht abschließend zu beantworten. Es ist daher umso wichtiger, hinter dem zu stehen, was man tut und sein eigenes Ding durchzuziehen, ganz gleich, was das Umfeld sagen mag.

Und zum Schluss das Kitzligste: Schreibst du noch?

Immer.

Rebekka Herrig über die neolith-Werkstatt

Rebekka Herrig ist Teilnehmerin der Werkstatt für neue Literatur an der Bergischen Universität gewesen. Wir haben sie dazu interviewt:

Wie würdest du den Satz „Schreiben ist für mich …“ beenden?

– … das Verarbeiten negativer Emotionen und Ausleben kreativer Gedankengänge.

Mit welchen Erwartungen bist du damals in die neolith-Schreibwerkstatt gekommen? Haben sie sich erfüllt?

– Ich habe damals ein Gedicht in dem ersten neolith-Magazin veröffentlicht und war neugierig darauf, andere schreibwütige Menschen kennen zu lernen, um mich mit ihnen darüber auszutauschen. Meine Erwartungen haben sich auf jeden Fall erfüllt, es war sehr interessant, mich mit den anderen Teilnehmern und ihren Gedanken, sowohl in Form von ihren Texten, als auch von Rückmeldungen zu meinen, auseinander zu setzen.

Außerdem war es sehr interessant, die verschiedenen Interpretationen der anderen zu meinen, manchmal doch sehr knapp gehaltenen, Gedichten zu hören, die mir dann wiederum Denkanstöße gegeben haben.

Was hat dir die Teilnahme für dein Schreiben gebracht?

– Ich habe zum ersten Mal einen kritischen Blick und eine ehrliche Rückmeldung zu meinen Texten bekommen. Das war eine sehr interessante Erfahrung, die ich nicht missen möchte!

Außerdem habe ich ein paar gute strukturelle und handwerkliche Tipps mit auf den Weg nehmen können.

Und zum Schluss das Kitzligste: Schreibst du noch?

– Zurzeit nicht oft. Im Moment widme ich mich anderen Hobbys, um negative Gefühle zu verarbeiten und meinen kreativen Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich bin aber davon überzeugt, dass wieder eine Phase kommen wird, in der ich mich mehr dem Schreiben widmen werde.

dis/play?

Uns ist natürlich bewusst, dass das Thema unserer neuen Ausgabe sperrig bis hermetisch ist: Was soll hier  – mit: dis/play – gemeint oder gesucht sein?
Etwas zu Bildschirmen (mit Sprung) und in diesem Sinne zu Smartphone-Sucht und negativen Aspekten sozialer Netzwerke? Oder etwas kritisches zu Schaufenstern, Ausstellungs- bzw. Werbeflächen – kurz: Oberflächlichkeit und Verführung? Oder etwas – sich vertiefend in die Wortbestandteile – zum Zerbrechen des Spielerischen, zum plötzlichen Wechsel von Spaß zu Ernst?
Unsere Antwort ist: genau – alles das … und alles was ihr auch noch entdeckt an irgendwie anschlussfähig-erweiternd-abweichenden Perspektiven.
Gerne wollen wir (als Redaktion) uns von euch und euren Texten überraschen und herausfordern lassen – um so gemeinsam ein Heft zu gestalten, das mehr und anders ist, als wir jemals gedacht hatten.
Lasst uns das Spiel beginnen: dis/play!
Unveröffentlichte Texte im Umfang von max. 12.000 Zeichen
Einsendungen in einem offenen Format
Einsendeschluss: 31.07.2019
Einsendungen an: neolith@uni-wuppertal.de

neolith #4 sucht Texte

Es ist soweit – neolith ist wieder auf der Suche nach Euren Texten für die Ausgabe #4! Das Thema 2019 lautet „dis/play“. Wir wünschen uns Texte jeder Art (Prosa / Lyrik / Essay / Experimentelles). Selbstverständlich könnt Ihr auch diesmal das Ausschreibungsthema frei auslegen.

Gesucht sind Texte im Umfang von maximal 12.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) in einem offenen Format (doc / docx / rtf / odt) an: neolith@uni-wuppertal.de

Für Studierende der BUW: Wir suchen außerdem künstlerische Beiträge (Illustrationen, Fotos etc.) in S/W für den Innenteil (Hochformat) sowie in Farbe (Querformat) für das Cover. Diese bitte als Download-Link.

Einsendeschluss: 31.07.2019

Wer Lust hat, Teil der neolith-Redaktion zu werden und Erfahrungen mit dem Gestalten eines Magazins zu machen, ist herzlich aufgerufen, sich ebenfalls zu melden. neolith hat einen Stamm an Redaktionsmitgliedern, sucht aber bei jeder neuen Ausgabe Unterstützung. Dieser Aufruf richtet sich an Studierende und Angehörige der Bergischen Universität.

neolith # 3 ist da!

neolith_3_frontcover_final_webneolith Nummer 3 mit dem Thema „UNISEX“ ist ab sofort für nur drei Euro erhältlich – an der Bergischen Uni (Uni-Kiosk, AStA-Shop), im lokalen Buchhandel in Wuppertal-Elberfeld (von Mackensen, Glücksbuchladen) und weltweit per direkter Bestellung via: https://neolithmagazin.wordpress.com/shop/.  Schreibt gerne hier in die Kommentare, wie euch die brandneue Nummer 3 gefällt!

Und am Samstag, den 1.12.2018 sind wir ab 16 Uhr live im Swane mit einer Lesung. Wenn ihr also die Autorinnen, Autoren, Künstlerinnen und Künstler aus der neuen Ausgabe kennenlernen und lesen hören wollt, kommt gerne vorbei. Auch die Redaktion ist natürlich da.